27. Oktober 2026

Radfahren nach Amputation

Bike Cube

Radfahren nach Amputation – Mein Weg zurück aufs Rad

Radfahren nach Amputation bedeutet für mich weit mehr, als einfach nur Kilometer zurückzulegen. Nach meiner Sarkomerkrankung und der Amputation meines linken Unterschenkels im September 2024 musste ich mein Leben neu ausrichten. Heute ist das Fahrrad ein wichtiger Teil meines Alltags. Es steht für Freiheit, Lebensfreude und den Mut, neue Wege zu gehen. Auf meinem Weg zurück in den Radsport haben mich meine Familie und Unterstützer wie der CUBE Store Altenburg begleitet. In diesem Beitrag erzähle ich, wie das Radfahren für mich zu einer echten Leidenschaft geworden ist.

Wenn das Leben plötzlich anders läuft

Im August 2023 erhielt ich die Diagnose undifferenziertes pleomorphes Sarkom. Was zunächst wie ein medizinischer Begriff klingt, wurde für mich und meine Familie zu einer Herausforderung, die unser Leben auf den Kopf stellte. Es folgten Operationen, Behandlungen und die Hoffnung, die Erkrankung hinter mir lassen zu können.

Doch im August 2024 kam die Ernüchterung: Der Tumor war zurück.

Im September 2024 musste mein linker Unterschenkel amputiert werden. Eine solche Entscheidung verändert nicht nur den eigenen Körper, sondern auch den Blick auf das Leben. Plötzlich muss man vieles neu lernen. Was vorher selbstverständlich war, wird zur Aufgabe. Und manchmal fragt man sich, wie das Leben künftig aussehen soll.

Aber Aufgeben war für mich keine Option.

Radfahren nach Amputation: Der Weg zurück in Bewegung

Nach der Amputation ging es zunächst darum, wieder im Alltag zurechtzukommen. Mit der Übergangsprothese begann ein neuer Abschnitt. Jeder Schritt musste neu erarbeitet werden, und ich musste lernen, meinem Körper wieder zu vertrauen.

Irgendwann kam die Frage auf, was sportlich noch möglich sein würde. Bewegung war für mich mehr als nur körperliche Betätigung. Sie bedeutete, wieder selbst etwas in die Hand nehmen zu können.

Das Fahrrad wurde dabei zu einem wichtigen Symbol. Es stand für die Möglichkeit, wieder selbstständig unterwegs zu sein, die Umgebung zu entdecken und die eigenen Grenzen Schritt für Schritt zu verschieben.

Natürlich funktioniert nach einer solchen Veränderung nicht einfach alles wie vorher. Es braucht Geduld, Training und manchmal auch die Bereitschaft, einen Schritt zurückzugehen. Aber genau darin liegt für mich eine wichtige Erkenntnis: Fortschritt muss nicht immer bedeuten, schneller oder besser zu werden. Manchmal reicht es, überhaupt wieder loszufahren.

Unterstützung auf meinem Weg zurück aufs Rad

Auf meinem Weg zurück aufs Rad habe ich erlebt, wie wichtig Menschen sind, die einen unterstützen, motivieren und einem etwas zutrauen. Gerade nach einer schweren Erkrankung und einer Amputation ist es wertvoll, wenn andere nicht nur die Einschränkungen sehen, sondern auch die Möglichkeiten, die weiterhin vor einem liegen.

Eine besondere Unterstützung habe ich dabei durch den CUBE Store Altenburg erfahren. Dass ich auf meinem Weg zurück zum Radfahren Unterstützung bekommen habe, bedeutet mir viel. Denn der Wiedereinstieg nach einer solchen Veränderung ist nicht selbstverständlich. Es braucht Menschen, die bereit sind, einen zu begleiten und dabei zu helfen, neue Wege zu finden.

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich beim Team des CUBE Store Altenburg für die Unterstützung bedanken. Solche Unterstützung ist mehr als eine nette Geste: Sie kann Mut machen, neue Ziele anzugehen und die eigene Leidenschaft weiterzuleben.

Auch meine Familie und weitere Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten, geben mir Rückhalt. Manchmal braucht es keine großen Worte. Es reicht, wenn jemand an einen glaubt, zuhört oder einen einfach so behandelt, wie man ist.

Ich bin dankbar für alle, die mich auf meinem Weg zurück aufs Rad unterstützt haben. Denn auch wenn man selbst in die Pedale treten muss, muss man nicht jede Strecke allein bewältigen.

Radfahren nach Amputation: Mehr als nur Kilometer

Mit der Zeit wurde aus der Bewegung eine echte Leidenschaft. Das Radfahren gibt mir die Möglichkeit, draußen unterwegs zu sein, den Kopf freizubekommen und mich auf ein Ziel zu konzentrieren.

Dabei zählen nicht nur Geschwindigkeit, Wattzahlen oder zurückgelegte Kilometer. Natürlich macht es Spaß, Fortschritte zu sehen und sich sportliche Ziele zu setzen. Aber nach meinen Erfahrungen haben diese Zahlen eine andere Bedeutung bekommen.

Jeder Kilometer erinnert mich daran, was möglich ist. Jede Tour ist eine Gelegenheit, etwas zu erleben. Und jeder Tag, an dem ich aufs Rad steigen kann, ist ein Stück Normalität, das ich bewusst genieße.

Das bedeutet nicht, dass immer alles einfach ist. Die Prothese bringt ihre eigenen Herausforderungen mit sich. Training muss angepasst werden, und der Körper setzt Grenzen, die man ernst nehmen sollte. Gerade deshalb ist es wichtig, auf sich selbst zu hören und den eigenen Weg zu finden.

Ich muss niemandem beweisen, dass ich genauso bin wie früher. Ich möchte herausfinden, was heute möglich ist.

Gemeinsam unterwegs: Neuse Classics und Tour of Honor

Besonders schön ist es, wenn aus der eigenen Leidenschaft Begegnungen mit anderen Menschen entstehen. Veranstaltungen und gemeinsame Touren zeigen mir, dass Radfahren weit mehr sein kann als ein Sport, den man allein ausübt.

Bei den Neuse Classics und der Tour of Honor stehen für mich nicht nur die Strecke und die sportliche Herausforderung im Mittelpunkt. Es geht auch um Gemeinschaft, gemeinsame Erlebnisse und Menschen, die ihre Begeisterung für das Radfahren teilen.

Solche Erlebnisse geben Motivation. Sie erinnern mich daran, dass eine körperliche Einschränkung zwar Einfluss darauf hat, wie man unterwegs ist, aber nicht automatisch darüber entscheidet, welche Ziele man sich setzen darf.

Ich möchte weiterfahren, neue Erfahrungen sammeln und zeigen, dass es sich lohnt, Möglichkeiten zu suchen, statt sich ausschließlich auf Hindernisse zu konzentrieren.

Warum ich meine Geschichte teile

Ich erzähle meine Geschichte nicht, weil ich behaupten möchte, dass man mit genügend Willenskraft alles schaffen kann. So einfach ist das Leben nicht. Eine schwere Erkrankung, eine Amputation und die Zeit danach bringen Herausforderungen mit sich, die sich nicht durch positive Gedanken allein lösen lassen.

Aber ich habe gelernt, dass es sich lohnt, nach neuen Perspektiven zu suchen. Manchmal führt der Weg nicht zurück zu dem Leben, das man vorher kannte. Manchmal entsteht etwas Neues, das man sich anfangs überhaupt nicht vorstellen konnte.

Das Radfahren ist für mich ein Teil davon geworden.

Vielleicht hilft meine Geschichte anderen Betroffenen dabei, eigene Möglichkeiten zu entdecken. Vielleicht macht sie Angehörigen Mut, ihre Liebsten auf dem Weg zurück in Bewegung zu unterstützen. Und vielleicht erinnert sie einfach daran, dass Menschen mehr sind als ihre Diagnose oder ihre körperlichen Einschränkungen.

Wenn du mehr über mich und meine persönlichen Projekte erfahren möchtest, findest du weitere Einblicke auf meiner Seite Über mich. Auch in meiner Projektübersicht erhältst du einen Überblick über weitere Arbeiten und Themen, die mich beschäftigen.

Es geht weiter – Kilometer für Kilometer

Heute ist das Radfahren ein fester Bestandteil meines Lebens. Ich habe neue Ziele, freue mich auf kommende Touren und möchte weiterhin herausfinden, was mit der richtigen Vorbereitung, Geduld und Unterstützung möglich ist.

Dabei geht es nicht darum, jeden Tag stärker zu sein als gestern. Es geht darum, dranzubleiben, Rückschläge anzunehmen und sich die Freude an den Dingen zu bewahren, die einem wichtig sind.

Mein Weg war nicht freiwillig. Aber ich kann selbst entscheiden, wie ich ihn weitergehe.

Und manchmal beginnt das nächste Kapitel ganz einfach damit, den Helm aufzusetzen, aufs Rad zu steigen und loszufahren.

Denn für mich ist jeder Kilometer mehr als eine Zahl auf dem Tacho. Er ist ein Stück Freiheit.

Du hast selbst Erfahrungen mit einer schweren Erkrankung, einer Amputation oder dem Wiedereinstieg in den Sport gemacht? Ich freue mich über einen Austausch. Denn manchmal hilft es schon, zu wissen, dass man mit seinen Fragen und Herausforderungen nicht allein ist.

Mehr über Fahrräder und die Marke CUBE erfährst du auf der offiziellen Website von CUBE.