Persönlich. Echt. In Bewegung.

Wer ich bin.
Was mich antreibt.

Mein Leben ist mehr als das, was mir passiert ist. Es besteht aus Familie, Verantwortung, Bewegung, Ideen und dem Mut, immer wieder neue Wege zu finden.

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Ein paar Worte über mich

Ich bin Michael Potschek.

Ich bin Ehemann, Vater, Soldat, Radsportler und jemand, der gerne eigene Ideen verwirklicht. Mich interessiert nicht nur, warum etwas nicht funktioniert, sondern vor allem, welche Möglichkeiten es gibt, es besser zu machen.

Technik, digitale Projekte und Sport geben mir Raum, Neues zu lernen und eigene Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig haben mich persönliche Erfahrungen gelehrt, dass nicht alles planbar ist – und dass man manchmal einen ganz neuen Weg finden muss.

Ich erzähle meine Geschichte nicht, weil ich auf alles eine Antwort habe. Ich erzähle sie, weil Erfahrungen verbinden können und weil das Leben auch nach tiefgreifenden Veränderungen weitergeht.

Michael beim Radfahren an einem Leuchtturm
Unterwegs sein, den Kopf freibekommen und den eigenen Weg weitergehen.
Ein neuer Lebensabschnitt

Wenn das Leben den eigenen Plan verändert.

Im August 2023 erhielt ich die Diagnose eines undifferenzierten pleomorphen Sarkoms. Nach Operationen kam es 2024 zu einem Rückfall. Im September 2024 musste mein linker Unterschenkel amputiert werden.

Eine solche Veränderung lässt sich nicht mit ein paar motivierenden Worten erklären. Sie betrifft den Körper, den Alltag, die Selbstständigkeit und die Vorstellungen davon, wie das eigene Leben weitergehen sollte.

Ich musste lernen, meinen Alltag neu zu organisieren, mich mit einer Prothese auseinanderzusetzen und herauszufinden, was weiterhin möglich ist. Mein Ziel war nicht, so zu tun, als wäre nichts passiert. Mein Ziel war, einen Weg zu finden, mit der Veränderung zu leben und weiterhin Dinge zu tun, die mir wichtig sind.

Stärke bedeutet nicht, alles allein schaffen zu müssen. Manchmal bedeutet sie, Unterstützung anzunehmen und trotzdem den nächsten Schritt zu gehen.
Radsport mit sichtbarer Beinprothese
Neue Voraussetzungen – und trotzdem den eigenen Weg auf dem Rad finden.
Medizin · Rehabilitation · Hilfsmittel

Drei Bereiche. Ein gemeinsames Ziel: zurück ins Leben.

Auf meinem Weg nach der Amputation waren medizinische Betreuung, Rehabilitation und Prothesenversorgung wichtige Bausteine. Jede Perspektive bringt etwas anderes ein – entscheidend ist, dass daraus Lösungen entstehen, die im Alltag funktionieren.

01

Uniklinik Jena

Die medizinische Betreuung bildet eine wichtige Grundlage. Als Betroffener erlebt man den eigenen Körper und Alltag unmittelbar selbst. Beides muss zusammenkommen, damit Entscheidungen nicht nur medizinisch nachvollziehbar sind, sondern auch im Leben funktionieren.

02

SportMedBw

Rehabilitation bedeutete für mich mehr als körperliches Training. Die Menschen, die Begegnungen und die Atmosphäre machten diese Zeit besonders. Auch dass meine Frau und meine Tochter einbezogen wurden und sehen konnten, was dort geschieht, war mir wichtig.

Diese Zeit war für mich nicht nur eine Phase körperlicher Arbeit, sondern auch ein Ort, an dem ich innerlich zur Ruhe kommen und Kraft sammeln konnte. Dafür bin ich dankbar.

03

OTM Münsterland

Eine Prothese ist mehr als ein technisches Hilfsmittel. Sie muss sich im Alltag bewähren – beim Gehen, im Beruf, in der Freizeit und beim Radsport. Deshalb müssen praktische Erfahrungen und persönliche Bedürfnisse in die Versorgung einfließen.

Unterschiedliche Sichtweisen – gemeinsam Lösungen finden.

Nicht jede Vorstellung deckt sich von Anfang an. Auch ich habe meine Bedürfnisse klar angesprochen und Fragen gestellt. Mir ging es nicht darum, einfach recht zu behalten, sondern eine Lösung zu finden, die meine tatsächlichen Anforderungen berücksichtigt. Entscheidend war, im Gespräch zu bleiben, Argumente auszutauschen und gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen. Am Ende konnten Lösungen gefunden werden, mit denen beide Seiten zufrieden waren.

Diese Erfahrung hat meinen Blick auf Zusammenarbeit geprägt: Man darf unterschiedlicher Meinung sein. Wichtig ist, einander zuzuhören, fachliche Argumente ernst zu nehmen und den Menschen hinter der Diagnose nicht aus dem Blick zu verlieren.

Meine Leidenschaft

Radsport. Bewegung. Freiheit.

Auf dem Rad bekomme ich den Kopf frei und kann mich auf den Weg konzentrieren, der direkt vor mir liegt. Nach der Amputation musste ich auch diesen Teil meines Lebens neu denken und herausfinden, wie ich mit Prothese und veränderten körperlichen Voraussetzungen weiterfahren kann.

Ich fahre nicht, um jemandem etwas beweisen zu müssen. Ich fahre, weil es mir Freude macht und weil es mir zeigt, dass mein Leben weiterhin voller Möglichkeiten ist. Fortschritt bedeutet nicht immer, schneller zu werden. Manchmal bedeutet er, wieder loszufahren und Vertrauen in den eigenen Körper aufzubauen.

Rennrad und Prothese beim Radsport
Der Weg muss nicht immer gerade verlaufen. Entscheidend ist, den eigenen Weg zu finden.
Erfahrungen weitergeben

Für andere da sein.

Durch meine eigene Erkrankung habe ich erlebt, wie viele Fragen und Herausforderungen neben der medizinischen Behandlung entstehen. Deshalb ist mir die Selbsthilfearbeit im Bereich Sarkome und Amputation wichtig.

Ich möchte Erfahrungen teilen, Orientierung bieten und dazu beitragen, dass Betroffene und Angehörige Menschen finden, die zuhören und ihre Situation ernst nehmen. Es geht nicht darum, anderen vorzuschreiben, wie sie mit ihrer Erkrankung umgehen sollen. Jeder Mensch hat seinen eigenen Weg.

Was mich leitet

Verantwortung. Für das eigene Handeln einstehen und füreinander da sein.

Lösungsorientierung. Hindernisse ernst nehmen und neue Möglichkeiten suchen.

Perspektivwechsel. Andere Sichtweisen verstehen und daraus lernen.

Zusammenhalt. Unterstützung geben und annehmen.

Lebensfreude. Auch die kleinen Momente bewusst wahrnehmen.

Mein Leben geht weiter

Ich bin mehr als das, was mir passiert ist.

Ich bin Ehemann und Vater, Soldat, Radsportler und jemand, der gerne Ideen verwirklicht und Erfahrungen weitergibt. Meine Geschichte gehört zu mir – aber sie ist nicht alles, was mich ausmacht.

„Ich kann nicht immer entscheiden, welche Herausforderungen auf mich zukommen. Aber ich kann versuchen, meinen Weg mit Haltung, Offenheit und Zuversicht weiterzugehen.“